Etwa 4.740 000 Einträge findet man Andre Heller googelnd.
Chansonnier, Aktionskünstler, Kulturmanager, Autor, Schauspieler. Unendlich viele Begriffe fallen im Zusammenhang mit seinem Namen und es gibt so gut wie niemanden, der keine Meinung zu ihm hätte.

2008 erschien “ Wie ich lernte bei mir selbst Kind zu sein“, eine interessante Mischung aus Biographie und Fiktion.

„Geboren wird man als Entwurf eines Menschen, und dann muss man Zeit seines Lebens aus sich einen wirklichen Menschen machen.“ (Onkel York aus „Wie ich lernte bei mir selbst Kind zu sein“)

Erzählt wird die Geschichte des jungen Paul Silberstein und sein Leben in den Kreisen des Wiener Großbürgertums.
Es reihen sich Anekdoten (Dichtung oder Wahrheit, man weiß es nie so genau) aneinander, sei es über die Zeit im strengen Jesuiteninternat, sei es über die Zeit nach dem Tod des Vaters oder auch über die etwas sonderbar anmutende restliche Familie.

Es handelt sich um ein ganz und gar wunderbares Buch, das ohne weiteres mehrmals gelesen werden will.
Die FAZ schrieb am 25.9.2009:
„Doch bei Heller, darauf kann sich der Rezensent verlassen, wird noch das größte Drama zur Poesie.“

Und damit ist wohl alles gesagt!  

 

Wie ich lernte bei mir selbst Kind zu sein
Andre Heller
2009, Verlag S.Fischer, Frankfurt
ISBN: 9783100302090

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