Zum nunmehr fünften Mal wird der Graben von Kunst im öffentlichem Raum bespielt:
Quantitative Easing (for the street) von Axel Stockburger.
Axel Stockburger holt Quantitative Easing von der Börse auf die Strasse!
Nicht umsonst ist diese Installation an einem der liquidesten Orte Wiens stationiert …
Es handelt sich um einen goldener Zylinder, einen Geldspeicher, der per Zufallsprinzip Euromünzen ausschüttet – wie Tropfen auf den heißen Stein.
Der Betrachter, der Passant ist aufgefordert, diese einzusammeln und weiter zu verteilen.
Die Frage, die dahintersteht:
Was bedeutet uns Geld, Wertschöpfung und Verteilungsgerechtigkeit?
Die Intervention „ist somit künstlerische Auseinandersetzung mit einer finanzpolitischen Konstruktion, die eine Welt retten soll, die bereits untergegangen ist.“
(Gerald Nestler, Künstler und Theoretiker)
Bezeichnend der Zwischenruf eines Passanten am Eröffnungstag während der Rede von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny:
„Wo is‘ jetzt des Göd?“
Bleibt zu wünschen, dass die Intention der diesjährige Installation vom Betrachter wahrgenommen wird, und dass dieser wirklich zum Verteiler und nicht nur zum raffgierigen Sammler wird.
Es wäre spannend zu wissen, was mit den eingesammelten Euros wirklich passiert.
Ja, wo ist das Geld jetzt eigentlich wirklich?
KÖR- Kunst im öffentlichen Raum
Axel Stockburger: Quantitative Easing (for the street)
Ort: Kunstplatz Graben, Höhe Graben Nr. 21, 1010 Wien.
Kuratoren: Muntean/Rosenblum
Der Künstler Axel Stockburger, geb. 1974 in München, lebt und arbeitet in Wien.
Temporäre Installation, täglich rund um die Uhr seit 27.5. 2014.