Von 5. bis 12. Oktober 2016 widmet sich das Filmmuseum einer Grande Dame des Dokumentarfilms: Helga Reidemeister.
Von wegen Schicksal.
1940 in Halle geboren studierte sie zunächst Malerei und war anschließend als Sozialarbeiterin tätig. In den Neunzehnsiebzigern begann sie ein Studium an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin und widmet sich seit dieser Zeit dem Dokumentarfilm. „In der Gesamtheit liest sich ihr Werk als Projekt alternativer Geschichtsschreibung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg.“ (Homepage Filmmuseum)
Von wegen „Schicksal“
Der Film porträtiert eine Frau, Irene Rakowitz, eine geschiedene Sozialhilfeempfängerin mit vier Kindern in den 1970ern. Es ist eine Geschichte über eine Frau aus der Arbeiterklasse und ein Dokument des allgemeinen gesellschaftlichen Aufbruchs.
„Gewaltverhältnisse in der Familie als Ausdruck von existentiellem Druck, verhinderter Liebesfähigkeit, wo eine Mutter nur Hausfrauenpflichten zu erfüllen hat, wo andere Bedürfnisse untern Tisch fallen, wo sie entsprechend heiß laufen muss“, so Helga Reidemeister.

Von wegen „Schicksal“ 1979, Helga Reidemeister © absolut Medien GmbH
Von wegen „Schicksal“
1979, Deutschland, 121min
Regie: Helga Reidemeister;
Kamera: Axel Brandt, Susanne Beyerle, Thomas Tanner
mit Irene Rakowitz und ihrer Familie
Wann: Mittwoch 5. Oktober 2016, 21.00 Uhr
Gotteszell – Ein Frauengefängnis
Der Dokumentarfilm porträtiert sechs inhaftierte Frauen im Frauengefängnis Gotteszell. Die Frauen erzählen über ihr Leben vor dem Gefängnis, über ihr Verhältnis zur Tat, den Alltag und die Schwierigkeiten in der Haft.

Gotteszell – Ein Frauengefängnis 2001, Helga Reidemeister © absolut Medien GmbH
Gotteszell. Ein Frauengefängnis
2001, Deutschland, 104 min
Regie: Helga Reidemeister
Kamera: Sophie Maintigneux
mit Insassinnen und Mitarbeitern der Justizvollzugsanstalt Gotteszell
Wann: Montag 10. Oktober 2016, 19.00 Uhr
Splitter Afghanistan
Seit über 30 Jahren setzt sich Helga Reifemeister mit dem Krieg in Afghanistan auseinander.
Der Film zeigt Splitter, Eindrücke von Afghanistan. Abwechselnd erzählt „Splitter Afghanistan“ von einem Orthopädisches Krankenhaus und einem Museum in Kabul. Er erzählt von Archäologen, die versuchen von Taliban verstörte Kunstschätze wieder herzustellen, sowie vom von Leid und Krieg verletzten Menschen.
Splitter Afghanistan
2013, Deutschland, 77min
Regie: Helga Reidemeister
Drehbuch: Reidemeister, Lars Barthel
Kamera: Barthel
Musik: Katia Tchemberdji
mit Alberto Cairo und den Mitarbeitern des Internationalen Roten Kreuzes Kabul sowie Sher Ahmad und seiner Familie.
Wann: Mittwoch 12. Oktober 2016, 19.00 Uhr
Helga Reidemeister – Von wegen Schicksal
5. Oktober bis 12. Oktober 2016
Filmmuseum
Augustinerstraße 1, 1010 Wien (im Gebäude der Albertina)
E-mail: kontakt@filmmuseum.at
Tel.: 01 533 70 54
1. Beitragsbild: Splitter Afghanistan,2013, Helga Reidemeister, (c) Österreichisches Filmmuseum

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