„When things get tricky in my life I talk to my fish.“ (Dr. Alfred Jones)
Noch nie probiert?
Wäre doch ‚mal eine Idee!
Manchmal reicht schon ein Feelgoodmovie und die Welt ist wieder in Ordnung.
Wie wär’s mit Lachsfischen im Jemen?
Wie bitte?
Ja, du hast richtig gehört: Lachsfischen im Jemen!
Dr. Alfred Jones (Ewan Mc Gregor) ist Fischereiexperte, dazu ein wenig verklemmt, verschroben und eigenwillig. Eines Tages wird er mit dem seltsamen Wunsch eines Scheichs aus dem Jemen konfrontiert, das Lachsfischen im Jemen populär zu machen. Der Fürst ist bereit keine Kosten und Mühen zu scheuen um seiner Passion zu fröhnen.
Zur gleichen Zeit ist auch Patricia Maxwell (herrlich komisch: Kristen Scott Thomas), Pressesprecherin des Premierministers, verzweifelt auf der Suche nach „Good News“ aus dem Nahen Osten.
Dr. Alfred Jones erteilt dem Projekt des Scheichs zunächst eine klare Absage, schließlich wird er aber genötigt sich dessen Wunsch zu beugen und die kühne Vision in die Tat umzusetzen. Dazu wird Dr. Jones noch Harriet Chedwode Talbot (Emily Blunt) zur Seite gestellt; sie soll ihm helfen, das Projekt zu verwirklichen…
Der Film basiert auf einem Bestseller von Paul Torday. Angeblich wurde er von den Verleihern bereits gebucht als nur das Drehbuch fertig war! Da hat wohl jemand vieles richtig gemacht.
Herausgekommen ist ein echtes Feelgoodmovie mit einer guten Brise britischen Humors und mit Hang zum Absurden und zur Satire.
Ganz wunderbar die Wandlung von Dr. Alfred Jones im Laufe des Films vom steifen, unglücklichen, in seinen Zwängen gefangenen Nerd zum lebensbejahenden, mutigen Visionär. Celluloid schreibt darüber ein wenig sarkastisch „vom aalglatten Mittelscheitel, der sexuelle Frustration verrät“ zu “ bald viel lockerem Haar, das sexuelles Neuerwachen verrät.“
„You must have faith.“
Darum geht’s in diesem Film. Manchmal muss man gegen den Strom schwimmen, um seine Ziele zu erreichen und daran glauben, dass das Unmögliche doch möglich ist. Manche werden vielleicht meinen, das Ganze ist gar leichte und unglaubwürdige Kost, aber ich mag das – nicht immer, aber in diesem Fall schon.
Die Zeit nennt den Film „altmodisch“- aber im positiven Sinn.
„Tatsächlich kommt es zwischen Harriet und Alfred zu keinem einzigen Kuss, was es dem brillanten Schauspielerpaar gestattet, die erotische Spannung genüsslich auszukosten. Wann hat es das im Kino zuletzt gegeben – eine Lovestory, bei der es beim Händchenhalten bleibt?“ (Die Zeit)
Die Chemie zwischen den Hauptdarstellern stimmt jedenfalls, das spürt man.
Selten war ein Liebesgeschichte so charmant unschuldig.
Kek findet: endlich ‚mal wieder ‚was fürs Herz.
Lachsfischen im Jemen
2011, UK, 107 min
Drehbuch: Simon Beaufoy, Paul Torday
Regie: Lasse Hallström
mit Ewan Mc Gregor, Emilie Blunt, Amr Waked, Kristen Scott Thomas
läuft im Moment in folgenden Wiener Kinos
Tipp: in OMU ansehen- Ewan Mc Gregors schottischer Akzent ist köstlich