Silence, Filmplakat - kekinwien.at

Silence.
Der neue Scorsese läuft heute an.

17. Jahrhundert. Portugal. Die Jesuitenpater Sebastião Rodrigues (Andrew Garfield) und Pater Francisco Garrpe (Adam Driver) beschließen nach Japan zu reisen, um ihren Mentor Cristóvão Ferreira (Liam Neeson) zu finden. Gerüchten zufolge soll er seinem Glauben abgeschworen haben. In Japan angekommen treffen sie auf schreckliche Zustände: Systematisch werden Christen verfolgt und getötet …

Der Film basiert auf dem Roman „Chinmoku“ des japanischen Autors Endō Shūsaku. 1989 fiel Scorsese dieses Buch in die Hände und der überzeugte Katholik war fasziniert. Man glaubt es kaum, aber es dauerte ein Vierteljahrhundert um dieses Herzensprojekt auf die Leinwand zu bringen.

Scorsese einmal anders.

Der Film „Silence“ ist anders als die meisten Scorsese – Filme zuvor. Das Budget war kleiner, die Schauspieler nicht De Niro und nicht DiCaprio, und das Thema ein sehr spezielles. Man braucht schon ein bisschen Mut und verdammt viel Überzeugung um in Zeiten wie diesen einen Film über religiösen Glauben zu machen. Nach Kassenschlager schreit das auf den ersten Blick ja nicht gerade. Doch in Wahrheit sind die Fragen, die gestellt werden, aktueller den je.

Ursprünglich waren Daniel Day-Lewis, Benicio del Toro und Gael García Bernal als Hauptdarsteller im Gespräch. Schlussendlich übernahmen Andrew Garfield, Adam Driver und Liam Neeson die Hauptrollen. Auch die Nebenrollen sind exzellent besetzt: Yôsuke Kubozuka als Kichijiro und Judasfigur sowie Issei Ogata als Inquisitor Inoue Masashige – einfach perfekt.

Neben den Schauspielern besticht der Film auch durch seine große Kulisse. Gedreht wurde hierfür in Taiwan. Die Kameraarbeit darf als exzellent bezeichnet werden und wurde dafür auch für den Oscar nominiert.

Einziger Kritikpunkt: Der Film erklärt manchmal zuviel.
Merke: Der Zuschauer ist schlauer als so mancher denkt, und es bedarf nicht zu allem den didaktischen Zeigefinger. (Beispiele? Gott als voice over, Spiegelbild Jesu im Fluss, …)

Seine Premiere feierte „Silence“ übrigens im November 2016 im Vatikan unter Anwesenheit von 300 Jesuitenpriestern.

Fazit: Nicht nur für Katholiken eine sehenswerte Angelegenheit.

 

Silence
2016, USA / Taiwan /Mexiko, 161min
Drehbuch: Jay Cocks, Martin Scorsese
Regie: Martin Scorsese
mit Andrew Garfield, Adam Driver, Liam Neeson, …
FSK 12 Jahre

Der Film läuft an heute in unseren Kinos!

 

kekinwien.at

Dein Kommentar

keke Spam-Abwehr: *