Ich bin kein großer Freund von Actionfilmen, aber wenn Michael Douglas, Antonio Banderas, Ewan McGregor und Michael Fassbender sich die Klinke in die Hand geben, dann kann man mich dabei ertappen, dass ich sehnsüchtig auf den Kinostart eines Actionfilms warte. Darüberhinaus ist auch Soderbergh selten ein schlechter Grund ins Kino zu gehen.
Mallory Kane ist Geheimagentin mit Aufträgen am Rande der Legalität. Sie gehört zu den Besten bis zu dem Zeitpunkt, als sie erkennen muss, dass sie von der Jägerin zur Gejagten geworden ist. Doch wer trachtet ihr nach ihrem Leben? Ihr Chef, ihre Auftraggeber, die Regierung…?
Lara Croft, Catwoman und drei Engel für Charlie waren gestern. Mallory Kane (Gina Carano) ist wenig überraschend sehr glaubwürdig in ihren Kampfszenen. Gina Carano war Mixed Martial Art Kämpferin – Steven Soderbergh sah sie und schrieb einen Film um ihre Figur.
„Ja, es gibt Frauenfiguren, die Brutalität und Affekt einsetzen können. Und sie entschuldigen sich nicht dafür, wie es sonst im Genre der Fall ist. Das verleiht Haywire eine zuweilen verstörende Leichtigkeit. Der Zuschauer ist diese Frauen einfach nicht gewöhnt.“(Stern)
Auch wenn sie schauspielerisch nur bedingt überzeugen kann – dafür hat der Film ja die oben erwähnten männlichen Protagonisten – die Kampfszenen sind umso überzeugender und beeindrucken. Und das aus meinem Munde, der normalerweise dafür wirklich nicht viel über hat.
Und eines sei verraten: sie verprügelt sie alle! Nur Antonia Banderas und Michael Douglas bleiben verschont.
Für alle die „schlagfertige“ Frauen lieben, die Filme wie die Oceans‘ Eleven mögen – die Musik erinnert verdammt an diese Trilogie – und für alle, die einen unterhaltsamen und spannenden Abend verbringen wollen.
Haywire
2012, USA, 93 min
Drehbuch: Lem Dobbs
Regie: Steven Soderbergh
mit Gina Carano, Ewan Mc Gregor, Antonio Banderas, Michael Douglas, Michael Fassbender,…
läuft zur Zeit in folgenden Wiener Kinos