Dieser Film gehört ins Rampenlicht! Spotlight.
Es geht um starken Tobak.
Es geht um einen der größten Skandale der katholischen Kirche der letzten Zeit.
Es geht um die Vertuschung unzähliger Fälle von sexuellem Missbrauch an Jungen und Mädchen durch Priester in Boston.
Anfangs geht es nur um eine Story, die der neue Chefredakteur Marty Baron (Liev Schreiber) des Boston Globe wittert. Er beauftragt Spotlight, eine Abteilung die sich dem investigativen Journalismus verschrieben hat. Walter Robinson (Michael Keaton), Michael Rezendes (Mark Ruffalo), Sacha Pfeiffer (Rachel McAdams) und Matt Carroll (Brian d’Arcy James) starten die Recherche.
Am Anfang steht der Fall eines Einzelnen und es ist zunächst nicht klar, welche Ausmaße das Ganze noch annehmen wird. Nach und nach zeigt sich aber, dass die Zahl der Opfer und Täter viel größer ist alsangenommen. Viele haben es gewusst und tun alles, um es zu vertuschen …
„They knew and they let it happen! It could’ve been you, it could’ve been me, it could’ve been any of us.“ (Mike Rezendes)
Es ist ein heikles Thema, dem sich Tom McCarthy hier annimmt. Und er tut es mit Bravour!
Die Dialoge perfekt, das Drehbuch und die Kamera eindringlich, gelungen, die Besetzung, sowie die schauspielerischen Leistungen sollten ein Raunen durch den Blätterwald verursachen: schlicht superb.
Kein Wunder also, dass Spotlight mit sechs Nominierungen in die diesjährige Oscarverleihung geht, darunter als bester Film, für die beste Regie und für die beste Nebendarsteller/In.
Fazit: Spotlight ist ein ruhiger Film, nicht reißerisch, eher zurückhaltend, beobachtend und trotzdem aufwühlend. Er spart die Geschehnisse mittels Flashbacks aus und lässt die Opfer einfach nur erzählen. Schlicht, intensiv und sehr sehenswert!
Spotlight
2015, USA / Kanada, 128min
Drehbuch: Tom McCarthy, Josh Singer
Regie: Tom McCarthy
mit Marc Ruffalo, Michael Keaton, Rachel McAdams, …
FSK: noch nicht fixiert
Der Film startet heute in unseren Kinos.