Restaurant Ansari in der Praterstraße 15

 

der Zeitungsständer im Ansari in der Praterstraße

UPDATE Juli 2017.

Wie man hört, wird das Ansari schließen.
Wir wünschen von Herzen alles Gute!

Vom Karmelitermarkt in die Praterstraße: Restaurant Ansari.

Das Madiani am Karmelitermarkt hat nur bedingt mit dem Ansari in der Praterstraße zu tun.

Die Besitzer, die Ansaris, sind gleich. Und aus.
Das neu Lokal in der Praterstraße ist schön, chic, überraschend. Man wird gut bekocht und zumeist nett bedient. Und der Schanigarten ist bezaubernd.

Das war schon mit dem Mochi so, dass mir das alles irgendwie unwirklich vorgekommen ist in dieser früher wenig beachteten Ecke der Stadt: angenehm ruhig, die eine Straßenseite morbid, die andere aufgemöbelt. Die beschirmenden Platanen sind wie dafür gemacht, dass unter ihnen gegessen und genossen wird.

Es lohnt sich wahrlich die paar Schritte vom Neni im unsäglichen Sofitel tiefer in den 2. Bezirk hineinzugehen. Schnell öffnen sich die grauen  Häuserfronten der Jahrhundertwende zu einem freundlichen Platz. Und im Erdgeschoss eines schmuck restaurierten, imposanten Zinshauses dann der „alte“ Japaner und der „neue“ Georgier.

der Eingang lenkt den Blick auf die schöne Präsentation der Tageszeitungenschlichte Schönheitdes Herzstück jedes guten Wirtshauses: die Schank

 

 

 

 

 

Ein neues  Wiener Wirtshaus mit georgischen Wurzeln ist das Ansari.

Jetzt hat man wenig von der grünen Idylle, aber das Interieur des Ansari, das Gregor Eichinger gezaubert hat, lässt eines das ganz schnell verschmerzen. Das neue Wirtshaus hat in Wien eine weitere ansprechende Interpretation erfahren: die Schank, die Bänke, die Tische, der Zeitschriftenständer. Alles da. Alles mit ansprechenden Details, sehr gastlich, die Kulturen und Epochen verschmelzen lassend.

Das Essen ist wie erwartet georgisch, orientalisch, weltmusikalisch.
Was auf der Speisekarte steht, schaut nicht immer so aus, wie man sich das vorgestellt hat, das macht aber irgendwie nichts. Es schmeckt richtig gut. Und wenn man will, kommt sogar der Wein aus Georgien.
Die Preise sind der Nähe zum ersten Bezirk angepasst, aber noch fair.
Das Service könnte noch deutlich firmer werden, offen gestanden.

Was findet man auf der Karte? Im Oktober tummeln sich dort wöchentlich zum Beispiel geschmorte Hühnerbrust, georgische Fleischlaibchen und Gebratene Entenbrust mit den letzten Eierschwammerln, mit Weintrauben, Kastanien, Rotkraut und frischen Kräutern, nein, nicht alles zusammen. Lammkoteletts mit Gemüse und Rosmarinerdäpfeln und Kufta gibt’s auf der umfangreichen Standardkarte zum Beispiel immer.

In Georgien teilt man sich viele Vorspeisen, die dann (ab zwei Personen für Euro 24,00) auf einer Etagere gebracht werden und fast zu vielfältig hübsch sind um verzehrt zu werden. Der kluge Esser nimmt also ein paar Freunde mit.

Wer früher kommt, ist übrigens länger satt, denn so ein Frühstück wie hier gibt’s in Wien nicht oft: das Orientalische Frühstück um Euro 9,50 besteht aus Labne, Hommus, Za’tar in Olivenöl, Weichkäse, Radieschen, Gurken, Oliven, Kirsch-Tomaten-Salat mit Sumac Dressing, Granatapfelkerne und Pitabrot.
Oder gleich ernsthaft das Georgisches Frühstück um Euro 8,20 mit Adscharisches Khatschapuri (Germteigfladen mit Käsefüllung und Spiegelei), Kirsch-Tomaten-Salat mit rotem Basilikum-Dressing und frischen Kräutern, wenn man vorher noch die Zeitung lesen will: die frische Zubereitung dauert etwa (angekündigte) 20 Minuten.

Für neugierige Essen eine weitere kulinarische Anlaufstelle in der Praterstraße, bestens für ein Essen mit einem oder mehreren Freunden geeignet.

ein dreistöckiger "Turm" gefüllt mit köstlichen Vorspeisen - das bestellen wir nächstes Mal!Hühnerfleisch und Granatapfel in köstlicher Verbindung

 

 

 

 

 

Ansari

Praterstraße 15, 1020 Wien
Tel.: 01 / 276 51 02
website: www.ansari.at

Öffnungszeiten: Mo bis Sa 8.00 – 22.00 Uhr
Reservieren geht nur telefonisch, Zeitungen, Gastgarten

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