Mitten im Gemüseparadies landet man jetzt, wenn man sich auf den Markt begibt.

Wärend es im Juli nicht nur den Marktstandler_innen und Marktbesucher_innen zu heiß war,
sondern auch dem Obst und  Gemüse, befindet sich jetzt alles im Idealzustand.
Im August gibt es wieder einiges zu verpassen, was erst in einem Jahr in bester heimischer Qualität wieder auf dem Markt sein wird.

 

 

Heidelbeeren, auch Schwarzbeeren genannt, vom Böhmerwald bis zum Lungau sind heuer besonders schön!
Die Beeren sollen trocken sein, noch ein wenig weiß schimmern und eine glatte Haut haben.
Nicht zu verwechseln mit Gartenheidelbeeren, die einen ganz anderen, viel weniger intensiven Geschmack haben. Wilde Heidelbeeren sagt man nach, dass sie unglaublich gesund sind – auf jeden Fall schmecken sie unvergleichlich.

Das Beste, was man aus Heidelbeeren machen kann, sind Datscherl, aber auch Suppe oder eine Art Kompott, oder man kocht sie zu Marmelade ein.

 

 

Preiselbeeren, die derzeit auf dem Markt sind, kommen aus Schweden. Preiselbeerliebhaber_innen warten noch auf heimische Gebirgspreiselbeeren, die meist ein wenig kleiner sind und noch intensiver im Geschmack. Diesen Beeren werden wahre Wunder nachgesagt, vor allem, wenn man sie nicht heiß einkocht, sondern kalt rührt. Das braucht eine Stunde Zeit, aber kein Geliermittel. Natürlich sind selbst eingekochte Preiselbeeren immer besser als gekaufte. In jedem Fall sollte man beim Gelierzucker die Angaben auf der Packung nachlesen, meist enthält der gehärtete Fette, die man wirklich nicht in der Marmelade braucht – besser Bioqualität verwenden!

 

 

Wer im österreichischen Eierschwammerlgeschäft tätig ist, wird heuer im wahrsten Sinne verhungern. Es schein bei uns gar keine zu geben.

Aber unsere slowenischen Nachbarn lassen uns zum Glück an ihren teilhaben, das in bester EU-Qualität, und die Wälder, aus denen sie stammen, sind ja wirklich gleich über die Grenze, da muss man sich über zu lange Transportwege keine Gedanken machen.

Eierschwammerl sollen nicht zu groß sein, nicht trocken und nicht zu feucht. Leider ist es in Wien ganz schwer gute zu bekommen.
Saucen, Suppen, mit Pasta, im Risotto als Gulasch oder asiatisch …

 

 

Jetzt ist die Tomatenzeit! So gut schmecken sie nur die nächsten paar Wochen.

Wärend im Supermarkt überall die vor allen Dingen rote und schnittfeste Sorte ‚Picasso‘ angeboten wird, setzen die Marktfahrer_innen mehr und mehr auf ‚Ochsenherzen‘. Die sind durch Form und Größe optisch dramatisch, schmecken durchwegs sehr gut, sind aber nicht so lange haltbar.

Vor allem Selbstvermarkter haben meist unzählige verschiedene Sorten anzubieten, da ist dann jede ein eigenes Geschmackserlebnis. Aber bitte nicht im Kühlschrank langern, dann ist der ganze Geschmack weg.

 

 

 

Basilikum ist der beste Partner von Tomaten, nicht nur auf dem Teller, sondern auch im Garten oder Blumentopf. Wer kein eigenes Basilikum züchten kann, sollte sich auf dem Markt ein frisches Büschel kaufen. Allein wenn man es schüttelt, riecht es schon herrlich. Die in umweltfeindlichen Plastikschalen verpackten paar Blätter, die im Supermarkt angeboten werden, kommen da einfach nicht mit.
Basilikum passt in jeden Frucht- und Getreidesalat, mit dem immer auch Frischkäse gut harmoniert.
Klassisch ist ein selbstgemachtes Pesto für Spaghetti oder Troffie-Nudeln etc.
Extravagant: ein Basilikumsorbet.

 

 

Wärend fast das ganze Jahr über Fisolen aus Ägypten bei uns angeboten werden, gibt es jetzt knackige Qualität von heimischen Gemüsebauern ohne bedenklichen ökologischen Fußabdruck.
Die meist einfachen Fisolengerichte bieten sich zudem im Sommer an, wo man nicht Lust hat all zu lange in der Küche zu stehen.
Fisolen mit Brösel zu Heurigen (Kartoffeln), Fisolensalat zu gegrilltem Fleisch, Fisolen mit Speck zu Bulgur, Couscous oder anderem Getreide…
Fisolen kann man aber nicht nur kochen (noch besser dämpfen) ,sondern auch, wie häufig in der indischen Küche, in der Pfanne braten (e.v. vorher blanchieren, da es sonst recht lange dauert).

 

 

Karfiol kann man bei uns zwar über eine relativ große Zeitspanne ernten, jetzt ist er aber besonders knackig und am besten roh oder nur kurz gegart. Gar nicht zu vergleichen mit den holzigen Exemplaren, die man ewig kochen musste, wie man alten Kochbüchern entnehmen kann.

Nur Karfiol kaufen, der noch frische Blätter hat.
Erstens erkennt man daran, dass auch die Knolle noch frisch ist, und zweitens kann man diese auch verwenden, zwar nicht roh, aber gegart, etwa für eine Gemüsesuppe. Und die bietet sich ohnehin an, beim derzeitigen reichhaltigen Angebot öfter auf den Tisch zu kommen.

 

 

 

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