Der Schanigarten vom Stadtkind auf der Universitätsstraße ist weithin sichtbar.Das Blaustern hat am 3.7.2013 ein Stadtkind bekommen.

Die „Mutter“ hatte 1996 ein totes Lokal auf einer verkehrsumwogten Kreuzung in Uninähe wiederbelebt und war dort lang eine echte Bereicherung. In den letzten Jahren hörte man nicht nur Gutes aus dem 19. Bezirk: zu teuer, zu versnobt, zu laut. Es soll verkauft worden sein und gar nichts mit dem Stadtkind im Ersten zu tun haben.
Nun: das neue Restaurant zeigt eine ähnliche Beschaffenheit des Ortes und des Charakters und ist hoffentlich ein neuer Impuls für beide Lokale.

Die blaue Markise weist den Weg ins ehemalige Café Beethoven, die Studenten des NIG und der Hauptuni werden ihn wohl finden im Herbst. Das Personal ist auch unter ihnen rekrutiert worden, verraten uns die Inserate. Gelungen, alle sind überaus nett und flink.

pia und ich wagten in der brütenden Hitze der Stadt den Lokalaugenschein. Wie hatten eine schnelle Erfrischung dringend nötig!
Das Auge war gleich erfreut: Der Schanigarten ist durch hohe Betontröge mit Palmen gut gegen den Verkehrslärm abgeschirmt, quasi eine Oase in der Asphaltwüste. Der Blick in den Innenraum bietet vertraute Klarheit: hohe Räume, Fenster bis zum Boden, helles Birkenholz, Ronald-Rainer-Sessel, weiße Stofftischtücher, dazu Loungemusik, passt. Das Kunstwerk über der Bar soll jährlich wechseln, passt auch.

Der Blick in die Karte zeigt, dass man hier auf Bewährtes setzt und gut nachgedacht hat: bunteste Salate (ab Euro 7,90), Brote in vielen Variationen für den kleinen Hunger ab Euro 5,80, das echte Wiener Schnitzel für die Touristen, die gebratenen Tigergarnelen für die kosmopolitischen Esser, vieles als kleine Portion für den ebensolchen Hunger und Geldbeutel. Die Desserts sind allerdings ausbaufähig.

Die Getränkekarte ist einen genaueren Blick wert: köstlicher Verveine Tee (bio, fair trade, große Schale um Euro 2,90), ausgesprochen gute hausgemachte Bio Sodas (0,3l um Euro 2,50 und 0,5l um Euro 3,50), ungewöhnlichen Limonaden (Chalesco, Makava, Pimpinella, …), frisch gepresste Säfte, feine Biere und hauptsächlich Österreichische Weine mit teilweise amüsanten Beschreibungen (1/8 GV um Euro 2,50). Der fair gehandelte Bio-Kaffee kommt aus der eigenen Rösterei: geschmacklich über, preislich unter dem Durchschnitt im 1. Bezirk.

Uns hat’s geschmeckt und gefallen. Kann man sich gleich ‚mal für die nächste Redaktionssitzung merken.

Für eine Pause, eine Besprechung, ein Tratscherl, für’s erste Date und zum in Ruhe Zeitung lesen.
Ein freundlicher Allrounder, der allen urbanen Menschen gefallen will.

Erdgeschoss Restaurant StadtkindSchanigartenWC1. Stock

 

 

 

 

 

hausgemachten Bio Sodas: im Bild Granatapfel-ZitronenmelisseMelanzani Brothausgemachte Bio Soda: Ingwer-Zitrone-Minze

1. Stock des Cafe Bar Restaurant Stadtkind

 

 

 

 

 

 

 

 

Stadtkind

Universitätsstraße 11, 1010 Wien
Tel.: 01/961 95 22,
web: www.stadtkind.at (under construction) und auf facebook
Öffnungszeiten: Mo bis So 9.oo – 24.00 Uhr

Die (großen) Hauptspeisen kosten von Euro 8,50 bis Euro 16,50.
Vormerken für die in Wien schlecht bespielten Sonntag Abende!
Frühstück rund um die Uhr – wunderbar.
Raucherbereich bei der Bar, Nichtraucher im großzügigen 1. Stock, Schanigarten, große Auswahl an Zeitungen und Zeitschriften.

Ein Vergnügen!

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