Detail im Raucherbereich des "Radetzky"
UPDATE 15. April 2016

Leider ist das Radetzky geschlossen.

Großer Name für ein kleines Lokal: Das Radetzky.

Andererseits: kaum offen und schon Kult.
Gleich beim Reinkommen ins Auge fallend:
Faema, Project Plattenspieler, Mosaik.
Da bleiben wir doch glatt ein bisschen länger.

Beim Stöbern im Netz sind mir die schönen Bilder des Lokals bei a-list aufgefallen.
Vor Ort macht der Vergleich mich sicher. Ich habe mir die Kaffeebar im Stil der späten 1960iger Jahrre deutlich größer vorgestellt.
Aber Reinkommen war gleich Wohlfühlen und so machen Karin und ich es uns an einem dieser trüben Sonntagvormittage im Jänner zum Frühstück gemütlich.

Die erste Mahlzeit des Tages ist wichtig und wird hier klassisch interpretiert.
Für Foodies und die „Wiener Hardcore Frühstück Community“ sicher maximal Pflicht und nicht Kür.
Ist aber völlig egal.
Weil darum geht es hier nicht.

Man darf nämlich hier sein, an diesem unprätentiösen Ort.
Und das allein entspannt schon ungemein: in diesem schönen Ambiente die Augen ruhen lassen, auf den formvollendeten, unfassbar bequemen Stühlen lümmeln und vor allem, der Musik lauschen.
Die ist hier nämlich richtig gut: Jack Johnson zum Frühstück.
Sonst Ella Fitzgerald. Oder The Black Keys. Zum Beispiel.
Da gehen die Mundwinkel nach oben. Und sind gekommen um zu bleiben.

Kommandozentrale: die Bar mit der FaemaFresko rechts von der BarHam and Eggs, Speigeleier, liebevoll angerichtet kleines (!) Frühstück um Euro 4,90

 

 

 

 

 

 

Dass der Tisch, plötzlich von hinten angeschlichen, abgewischt wird, wenn man noch schwelgt, hat mich ein wenig erschreckt, zugegeben. Das war sicherlich gut gemeint. Auch nicht stören darf einen die Tatsache, dass der Raucherraum hinten am Sonntagmorgen nach Putzmittel riecht.
Patina ist etwas Schönes, ich sag’s nur!
Aber ich verstehe das auch: wenn man so ein Kleinod sein eigen nennt, dann soll es auch schön bleiben.

Abends ist man hier nicht mehr allein: rechtzeitig kommen!
Dann gibt’s auch noch hausgemachtes Chilli oder Curry, freundlichst serviert.

Für jeden Tag. Zum Runterkommen. Entspannen. Wohlfühlen.
Mit wem auch immer.

 

Nichtraucherbereich, rechts die Bar, links hintern die Glastür zu den Rauchern

 

Das Radetzky

Radetzkystraße 13, 1030 Wien
Tel.: 01 / 91 34 105
E-mail: diepost@dasradetzky.at
web: www.das-radetzky.at und  https://www.facebook.com/dasRadetzky?fref=ts

Öffnungszeiten: Mo bis Fr 15.00 – 24.00 Uhr, Sa 9.30 – 24.00 Uhr, So 9.30 – 22.00 Uhr

Essen: Panini, hausgemachte Cupcakes, auch vegan, Chilli, Curry, … alles frisch gekocht
Getränke: Bio-Bier, loser Bio-Tee, Wein, Cocktails, Longdrinks, großartiger Kaffee aus der Rösterei Alt Wien
Preise: moderat
InhaberInnen: Gregor und David Kuntscher, vormals Christine Kuntscher

Vorne Nichtraucher mit Aussicht, ernst gemeint, das Hinterzimmer ist der Rauchersalon, jeweils Platz für rund 20 Personen, die sich mögen;
gratis WLAN, Zeitungen, Zeitschriften, da fehlt gar nix.
In der Nähe: Gasthaus Wild und das Cafe Menta

ein großartiger, neuer Ort im 3. Bezirk

 

 

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