Essen. kek unterwegs: Paris! Auf dem Markt im Jänner.

kek unterwegs in Paris
In Paris möchte man essen wie Gott in Frankreich!

Dass ohne erstklassige Grundprodukte auch die beste Chef_in die Schürze hinwirft, ist bekannt, und es ist wirklich beeindruckend, wie die Pariser_innen die Lebensmittel-Kennerschaft noch immer hoch halten.

Schlecht essen kann man trotzdem schnell einmal wo und die vielen Filialen einer Tiefkühlkost-Kette verraten auch, dass nicht mehr alle Hauptstadtbewohner_innen sich die Zeit zum Kochen nehmen können oder wollen. Aber auf den Märkten quellen die Stände nach wie vor über mit frischestem Fisch, bestem Fleisch, gut gereiftem Käse, ausgewähltem Obst, seltenen Gemüsen und vielem, vielem mehr.

 

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Das Einkaufswagerl gepackt und auf zum nächst gelegenen Markt – so halten es noch immer viele Französ_innen.
In jedem Arrondissement finden täglich (außer Montag) mehrere Märkte statt, an den meisten Plätzen zwei mal pro Woche, alle bis ca. 14.00 Uhr. Am allerliebsten genießt man das Einkaufsvergnügen am Sonntag, wofür dann auch ein etwas längerer Weg in Kauf genommen wird, den Einkaufswagen durch dicht bevölkerte Strassen bugsierend, vielleicht auch mit der Metro, dann treppauf und treppab …

 

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Am Wochenende teilen auf den Märkte zahlreiche Politische Gruppierungen ihre Flugzettel aus. Die Kundschaft lässt sie aber links oder rechts liegen und geht, ohne sich viel darum zu kümmern, geradewegs zu ihren ‘Stammstandler_innen’, um sich geduldig in die Warteschlange einzureihen. Das Fachgespräch derer, die gerade die gewünschte Ware ordern, involviert oft alle Umstehenden und kann dauern.

 

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Als nicht Pariser_in fällt man nicht erst auf, wenn man kein Französisch versteht, das darauf folgende Lächeln ist meist milde. Schon allein, weil ich die Waren an den verschiedenen Ständen vergleiche, kann ich nicht von hier sein, weil ich bar statt mit Karte bezahle (auch am Markt!), keinen Einkaufswagen dabei habe … und dann schaue ich irgendwie nicht aus wie eine Pariserin, woran das wohl liegt?

 

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Auf den Märkten näher zum Stadtrand, wo nicht nur hauptsächlich Araber und Asiaten verkaufen, sondern auch einkaufen, wird mit rhythmischen Rufen um Kundschaft geworben, dort drängt einen die dichte Menschenmenge einmal hierhin, dann dorthin. In den Zentren versucht man sich gerade den Markt als Ort der Entspannung und des ruhigen Genusses zu erhalten. Zwei völlig verschiedene Konzepte.

 

Käse

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Das Angebot unterscheidet sich zumindest jetzt im Winter aber nicht wesentlich. Erstklassigen Fisch und frisches Fleisch, sowie viele Innereien gibt es überall, nur die Preise steigen bzw. fallen schon einmal um das Fünffache (1 kg Tafel-Äpfel der üblichen Sorten kostet zwischen Euro 0,99 und 4,90).
Dort, wo eine zahlungskräftige Kundschaft einkauft, werden oft sehr verlockende fertige Speisen aus dem Maghreb, Senegal oder von anderen Ethnien angeboten.

 

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Auch zur winterlichen, nicht gerade üppigen Jahreszeit gehen einem die Augen über angesichts des vielfältig Gemüseangebots an den Bioständen. Auf zwei Biomärkten steigt einem der Duft gebratener Hühner in die Nase (natürlich in Bioqualität!), womit man sich das Kochen gerne spart. Dabei bin ich so froh, dass ich hier kochen kann, denn die Butter und der Fromage Blanc, Rot- und Blauschimmelkäse, Krustentiere und Pasteten, gelbe Rote Rüben und außen weißer, innen roter Rettich, Brunnenkresse und Sauerampfer, Kerbelrüben und Knollenzist, … da fühle ich mich fast wie eine kleine Chef_in in Frankreich!

 

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Marché biologique Raspail

Marché biologique Brancusi

Marché Saxe-Breteuil

Marché Bastille

Marché Belleville

Marché Beauvau

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3 comments

  1. mischa reska

    immer das aktuellste auf twitter #marktfrisch #paris

  2. Holger

    Welch eine Floskel-Orgie! 2 Sätze, 3 Gemeinplätze zum Auftakt: das muss man auch erstmal schaffen. Schlecht beobachtet, mäßig originell beschrieben. Braucht kein Mensch, so einen faden Text.

  3. Kekinwien

    Hallo Holger,
    unsere keke Redakteurin Mischa Reska verdient sich seit ueber 2 Jahren hier und in anderen Foren ihre Sporen als aufmerksame und kompetente Beobachterin von nachhaltigen Nahrungsmittel! Wir lieben ihre detailverliebte, humorvolle Betrachtungsweise. Wem ein anderer Stil besser schmeckt kann zB.bei unseren AutorInnen gala oder club ja mal nachlesen. Keke Grüsse aus der Redaktion