‚Im 21. Jahrhundert ist die Liebe eine SMS ohne Antwort und eine SMS eine raffinierte Art der Folter.
1. Tag ohne Antwort: man glaubt an eine Strategie.
2. Tag ohne Antwort: man wird sauer.
3. Tag ohne Antwort: man verliebt sich.‘ (Das verflixte 3. Jahr)
In „Das verflixte 3. Jahr“ geht’s nicht nur um’s Verlieben, sondern auch um’s Entlieben.
Wie wohltuend anders!
Gleich in der Anfangssequenz nehmen wir im Schnelldurchlauf teil an Marcs letzter Beziehung, die vor dem Scheidungsanwalt endet.
Am Boden zerstört beginnt er ein Buch mit dem Titel „Die Liebe dauert drei Jahre“ zu schreiben, in dem er seine Artgenossen vor der Liebe warnt. Das Buch wird unter einem Pseudonym veröffentlicht und mutiert schnell zum Bestseller.
Dann lernt er bei der Beerdigung seiner Großmutter Alice kennen, die Frau seines Cousins, und schon ist es um ihn geschehen und er wirft seine eigenen Buchratschläge über Bord. Nach anfänglichen keineswegs romantischen, eher absurden Zusammentreffen werden die beiden schließlich ein Liebespaar.
Doch damit fängt das Drama erst wirklich an, denn Alice weiß nichts von Marcs desillusioniertem und desillusionierendem Buch über die Liebe, noch nicht…
Dieser Film ist eine Komödie, wie ich sie mir wünsche. Herrlich schnelle, teils absurde, spritzige Dialoge mit Witz, dazwischen richtig gute innere Monologe des Hauptprotagonisten.
Ein Film, der sich selbst nicht allzu ernst nimmt.
Man erinnert sich an 4 Hochzeiten und ein Todesfall – auch, wenn es dieses Mal nur 2 Hochzeiten und 1 Todesfall sind.
Nota bene: „Im ersten Jahr kauft man Möbel, im zweiten Jahr stellt man sie um, im dritten Jahr teilt man sie auf.“ (Das verflixte 3. Jahr)
Für Ver- und Entliebte.
Das verflixte 3 Jahr
Frankreich, 2011, 89 min
Drehbuch: Frederic Beigbeder
Regie: Frederic Beigbeder
mit Gaspard Proust, Louise Bourgoin, Joey Starr,…
erhältlich zum Beispiel bei www.amazon.at.